781. Groudhoppingbericht, 19.06.2022:

Relegation zur Kreisklasse; 3. Runde; Kreis Nürnberg Frankenhöhe

15:00(Gelände DJK Eintracht Nürnberg Süd)GSV Megas Alexandros vs. TV Glaishammer 1:2

kein Ticket

200 Zuschauer

Zuerst war am Sonntag ein Fussball freier Tag geplant. Nachdem mich aber Benny angestachelt hatte, machte ich mich extrem spontan und kurzfristig auf zum Relegationsspiel zwischen dem GSV Megas Alexandros gegen Glaishammer. Das Spiel wurde auf dem Gelände der DJK Eintracht Süd Nürnberg ausgetragen. Auf die Minute genau erreichte ich den Sportplatz. Einige Nürnberger Hoppergesichter waren auch bereits vor Ort.

Mit einen unschönen Beigeschmack erreichten die Griechen von Megas Alexandros die zweite Runde in der Relegation. Ihr letztes Spiel gewannen sie nach Tumulten im Spiel gegen die DJK Oberasbach vor dem Kreis- und Bezirkssportgericht. 

In diesen Spiel war Glaishammer über weite Strecken des Spiels besser. Teilweise machten sich die Rumänen von Glaishammer, das Leben aber unnötig selber schwer. Am Ende durften sie dennoch jubeln und so müssen sie im Finale um die Kreisklasse nächste Woche gegen den FK Gostenhof antreten.


780. Groundhoppingbericht, 18.06.2022:

"Ein Jahrhundert Comeback in der Gluthitze in Tschechien"

3. Spiel: Karlovarsky kraj; Krajsky prebor muzu, 26. Spieltag

17:00 SK Touzim vs. TJ Sokol Zlutice 3:2


220 Zuschauer

Bei gefühlt 50 Grad im Skoda war ein kurzer Zwischenstopp bei einer Tankstelle nötig um nicht komplett zu kollabieren. Nach einen kühlen Getränk und einem Eis wurde die restliche Fahrt erfolgreich fortgesetzt. Pünktlich kamen wir zum letzten Spiel in Touzim an.

Mit etlichen Bänken vor dem Sportheim kann auch dieses Areal durchaus an Gefallen finden. Im Schatten gönnten wir uns noch ein kühles Pivo und beendeten den Tag gebührend. Ein letztes Mal waren die Mitfahrer das gefühlt tausendmal unsterblich in irgendwelche Damen verliebt. Nun ja, ich hielt mich gekonnt zurück.

Nach einer zwischenzeitlichen 3:0 Führung wackelte der Sieg für Touzim am Ende bedenklich. Schlussendlich hielt aber der knappe Vorsprung. Für uns ging es wieder zurück. Eine kleine Polizeikontrolle verzögerte unsere Ankunft in der Heimat unwesentlich. Hier kam wohl die ein oder andere Schandtat ans Licht! Mit diesen Worten beende ich diesen Bericht, nach dem Comeback in Sachen Groundhopping eines Tobi K.


2. Spiel: Karlovarsky kraj; Krajsky prebor muzu, 26. Spieltag

14:00 TJ Banik Vintirov vs. TJ Olympie Hroznetin 8:1

50 Zuschauer

Kurzer kultureller Zwischenstopp bei der Burg Loket und dann weiter zum nächsten Spiel. Während der zweite Mitfahrer nach einem kurzen Spaziergang nach einem Sauerstoffzelt japste war der Rest der Mannschaft top fit für das zweite Spiel. Vintirov hieß der nächste Halt und 2020 stand ich hier schon mal am Ground, damals fiel das vermeintliche Spiel leider aus. 

Mit einer überdachten Tribüne in den Vereinsfarben kann dieser Ground hier auf jeden Fall als ordentlich bezeichnet werden.

Vintirov empfing heute zum letzten Spiel den Tabellenzweiten. Vintirov war bereits sicher aufgestiegen. Die Gäste zeigten vor allem in der zweiten Halbzeit ein jämmerliches Bild. Nach dem Abpfiff verließen wir drei unseren Schatten unter der Tribüne und machten uns jetzt bei 36 Grad zum dritten Spiel auf.


1. Spiel: Karlovarsky kraj; 1. B trida, 26. Spieltag

10:30 TJ Banik Bukovany vs. TJ Sokol Lipova 4:2

55 Zuschauer

Seit Beginn der Pandemie unternahm ich mehrere Versuche Tobi aus Weiden endlich mal wieder zum Hoppen zu kriegen. Früher war er sicherlich gut unterwegs, allerdings seit der Pandemie war durch ein Negativerlebnis das Hoppen so gut wie Geschichte. Mit etlichen Erinnerungen an die Vergangenheit gab ich nicht auf und tatsächlich am heutigen Tage wollte dieser endlich mal wieder ins Nachbarland fahren. Relativ verstört steuerte ich Weiden an und tatsächlich Tobi stieg mit samt einen weiteren Mitfahrer zu. Nun ging es noch gut eine Stunde in Richtung Karlsbad. Im kleinen Örtchen Bukovany wurde der erste Halt gemacht.

Der Platz war soweit ganz ok, auch wenn der große Ausbau hier fehlte. Einige feine Details wurden hier aber trotzdem entdeckt und meine Mitfahrer hatten auch Augen für die Frauenwelt die hier auch vor Ort war.

Bukovany gewann das letzte Saisonspiel verdient. Für uns hieß es bei Temperaturen jetzt an der dreißig Grad Marke weiter um die Zeitlücke sinnvoll auszunutzen.

779. Groundhoppingbericht, 11.06.2022:

"Mal wieder in Tschechien"

3. Spiel: Jihocesky kraj; Ondrasovka KP, 29. Spieltag

17:30 TJ Blatna vs. SK Jankov 1:3

kein Ticket

130 Zuschauer

Gemütlich und ohne Zeitdruck ging es diesmal von Netolice nach Blatna, zum letzten Spiel am heutigen Tage. Eine halbe Stunde vor dem Anpfiff erreichten wir bereits das Stadion vom TJ Blatna. Im gemütlichen Bereich des Sportheimes machten wir uns es bequem. Ein Pivo und eine Klobasa durften zum Tagesabschluss natürlich nicht fehlen. Kurz vor Anpfiff ging es dann auf die Tribüne.

Mit einem weitläufigen Areal verfügt Blatna über ein sehr ordentliches Sportgelände, eine größere Tribüne, ein paar Stufen inklusive Bänke  runden dies hier alles ab. Auch das Stadtpanorama von der Tribüne aus, kann durchaus für Aufsehen sorgen. War wirklich sehr schön hier.

Blatna stand vor diesen Spiel bereits als Absteiger fest und so war es nicht überraschend, dass die Gäste trotz siebzig minütiger Unterzahl, trotzdem souverän gewannen. Nach dem der Schlusspfiff ertönt war, hieß es noch ein paar Spezialitäten für daheim einkaufen und dann hieß bis bald im gelobten Land.


2. Spiel: Jihocesky kraj; 1. A trida; skupina A, 25. Spieltag

13:30 1. FC Netolice vs. SK Mirovice 0:3

kein Ticket

67 Zuschauer

Mit Vollgas ging es über die Landstraße. Mit ordentlich Bleifuß erreichten wir Netolice. Für 30 Kronen wurde uns dann Einlass gewährt. 

Netolice hat ein wirklich feines Stadion. Während der Großteil vom Areal recht neu daher kommt, kann die Tribüne mit ihren alten Charme überzeugen. Auch hier wurden die weiblichen Besucher nicht gerade schlechter und so war nicht nur meiner einer, dass ein oder andere ein wenig abgelenkt.

Nun noch zum Spiel, dass die Gäste aus Mirovice, aufgrund einer guten Chancenverwertung deutlich gewannen. Jetzt hieß es einmal durch atmen und mit viel Zeitpuffer zum letzten Spiel.


1. Spiel: Plzensky kraj; 1. B trida; skupina B, 25. Spieltag

10:30 SK Bolesiny vs. TJ Dobrany 3:2

kein Ticket

60 Zuschauer

Bevor es in den Ligen in Tschechien in die Sommerpause geht, wollte ich unbedingt noch einmal zumindest für einen Tag rüber schauen. Für diese Ausfahrt meldete sich auch noch Netzer aus Amberg mit an. Nach einen kurzen Zwischeneinkauf an der Grenze steuerten wir Bolesiny unweit von Klatovy an. Eine Baustelle kurz vor Klatovy kostete uns das pünktliche Ankommen. Fünf Minuten verpassten wir vom Spiel.

Minimalistisch ist der Platz in Bolesiny. Gerade einmal an der Sportheimseite sind ein paar Bänke für die Zuschauer aufgebaut. Hier ließ es sich aber ganz gut aushalten. An der linken Gegengerade ist noch ein kleiner Stehbereich für die Zuschauer. Das wars dann schon mit der ganzen Herrlichkeit. Für Aufmunterung sorgten bei uns derweil die Zuschauer, die uns mit teils konfusen Gesprächsthemen gut unterhielten. Für Netzer war dies fast schon zu viel Niveau, sodass er sich lieber seinem Pivo widmete.

Spannend war das Spiel und kurz vor Schluss erzielte Bolesiny den Siegtreffer. Für uns ging es mit Zeitdruck weiter.


778. Groundhoppingbericht, 04.06.2022:

"Balkan-Tag in Stuttgart"

2. Spiel: Bezirksliga Stuttgart, 29. Spieltag

15:00 OFK Beograd Stuttgart vs. Croatia Stuttgart 0:2

kein Ticket

80 Zuschauer

Ohne große Probleme trudelte ich nach kurzer Busfahrt beim zweiten Spiel ein. Hier gab es passend zum gestrigen Abend ein Spiel dazu. Die Stuttgarter Serben gegen die Stuttgarter Kroaten. Ein Spiel das spannend zu werden versprach. 

Der OFK Beograd trägt seine Heimspiele auf dem ehemaligen Gelände von der SpVgg Stuttgart Ost aus. Das Spiel fand auf dem Kunstrasenplatz statt, der sogar mit zwei Stufen einen deutlichen Ausbau zu bieten hat. Leider wurden meine heiß erhofften Cevapcici bei diesen Spiel leider nicht serviert. Minuspunkt. Ansonsten war das hier aber sehr angenehm, alle waren übrigens auch sportlich sehr fair. 

Die Gäste gewannen hochverdient gegen die Spieler vom OFK Beograd Stuttgart. Somit können die Serben am letzten Spieltag noch direkt absteigen. Croatia wird die Saison auf den dritten Platz beenden. Mit diesen Spiel hieß es wieder ab nach Hause. Die zwei Tage in Stuttgart waren mega erfolgreich. Zivili!


1. Spiel: Kreisliga B5, 29. Spieltag

13:00 PSV Stuttgart 2 vs. FK Sarajevo Stuttgart 2:5

kein Ticket

10 Zuschauer

Ein Kalauer zum Anfang des Berichts. Durch die Fahrt am Freitag und Samstag nach Stuttgart rentierte sich mein 9 Euro Ticket in vollen Zügen. Am Freitag feierte ich mit etlichen Kroaten in Böblingen die kroatische Band Thompson. Ein doch deutlicher Alkoholgenuss ließ den Samstag zuerst schleppend starten. Nachdem ich beim goldenen M ein Katerfrühstück zu mir genommen hatte, wurde der zweite Teil meiner Stuttgart Fahrt bestritten. Hoppen und hier musste ich aufgrund eines Spielausfalls zu Beginn noch mal neu planen. Am Ende entschied ich mich für den ganz passablen Platz vom Polizeisportverein Stuttgart. Dieser hat seinen Platz genau neben den Gottlieb-Daimler Stadion. 

Bei der Ankunft stellte ich leider fest, dass auf dem Nebenplatz gespielt wurde. So blieb mir der sehr ordentliche Hauptplatz mit ein paar Stufen verwehrt. Der Nebenplatz kann eigentlich nichts. 

Auf einen sehr dürftigen Niveau bewegte sich diese Partie. Aber immerhin entschädigten sieben Tore. Nun weiter zum nächsten Spiel.


777. Groundhoppingbericht, 29.05.2022:

"Aischgrund Doppler"

2. Spiel: Kreisliga 1; Kreis Erlangen/Pegnitzgrund, 30. Spieltag

15:00 TSV Lonnerstadt vs. SV Tennenlohe 2:1

kein Ticket

260 Zuschauer

Um 15 Uhr war ich dann pünktlich auf die Minute genau, beim TSV Lonnerstadt. Hier ging es für den TSV Lonnerstadt noch um den Relegationsplatz zum Aufstieg in die Bezirksliga. Die Zuschauer waren trotz Schmuddelwetter zahlreich erschienen.

Mit einer größeren unüberdachten Tribüne kann der TSV Lonnerstadt ein sehr ansehnliches Sportareal aufbieten. Auch sonst sorgt ein großer Rasenwall mit ein paar Bänken und eine große analoge Anzeigetafel für weitere Highlights. 

Lonnerstadt benötigte dringend einen Sieg um den Relegationsplatz zwei zu verwirklichen. Das Spiel war hochspannend und stand Spitz auf Knopf. Erst in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit konnte Lonnerstadt das völlig verdiente 2:1 erzielen. Der Sportplatz bebte und so darf Lonnerstadt nun vom Aufstieg in die Bezirksliga träumen. Für mich ein ebenfalls schöner Tag.


1. Spiel: B-Klasse Gruppe 1, Kreis Erlangen/Pegnitzgrund, 30. Spieltag

13:00 SC Hertha Aisch 2 vs. Türk SV Erlangen 1:5

kein Ticket

35 Zuschauer

Nachdem Samstag die letzten Spieltage in den Nürnberger Amateurklassen waren, wurde es Sonntag in den Erlanger Amateurklassen ernst. Hier suchte ich mir zwei Spiele in der Nähe von Höchstadt aus. Als erstes, wurde ich nach kurzen zellfließenden Verkehr auf der A3, beim SC Hertha Aisch 2 vorstellig. Während bei der ersten Mannschaft der Aufstieg gefeiert wurde, bestritt die Reserve von Hertha Aisch als Tabellenletzter ihr letztes Saisonspiel.

Als relativ eintönig kommt der Platz daher, keine große Merkmale.

Erwartungsgemäß gewannen die Türken das Auswärtsspiel. Nun weiter zum zweiten Spiel.


776. Groundhoppingbericht, 28.05.2022:

"Doppler im Dunstkreis von Ansbach"

2. Spiel: Kreisklasse Gruppe 2; Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, 26. Spieltag

16:00 TSV Flachslanden vs. TSV Fichte Ansbach 1:1

kein Ticket

120 Zuschauer

Nach knappen fünfzehn Minuten erreichte ich das zweite Spiel. Flachslanden hieß der Halt. Und weil es für den TSV Fichte Ansbach um den direkten Klassenerhalt ging, war für reichlich Spannung gesorgt.

Flachslanden verfügt über einen sehr ordentlichen Sportplatz mit ein paar Steh-Sitzstufen vor dem Vereinsheim. Aus Ansbach kam eine deutlich vernehmbare Zuschauerzahl mit. 

Im ersten Durchgang sah alles danach aus, dass Flachslanden die Fichte in die A-Klasse schießen würde. Im zweiten Durchgang spielte Fichte überragend auf und holte einen hochverdienten Zähler, der aufgrund eines Unentschieden beim direkten Konkurrenten zum direkten Klassenerhalt reichte. Für mich war das ein rundum gelungener Tag im fränkischen Amateurfussball. Morgen gerne Nachschlag. 


1. Spiel: B-Klasse Gruppe 4; Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, 26. Spieltag

14:00 SV Neuhof Zenn 2 vs. SV Ergersheim 2 2:2

kein Ticket

35 Zuschauer

Heiß wie Frittenfett war ich an diesem Samstag. Ursprünglich war ein Wochenende im gelobten Land mal wieder angesagt, aber ein Urlaub der mein Budget schrumpfen hat ließen, machte dies nicht realisierbar. Außerdem steht am kommenden Wochenende ein Kurztrip nach Stuttgart an. Nur gut, dass jetzt in den bayerischen Amatuerligen die Saisons in den finalen Zügen sind. Spannung ist hier auf jeden Fall geboten. Nach dem ich das Ziel für zwei Spiele am heutigen Tage aus rief, fuhr ich in den Ansbacher Raum. Zum Tageseinstieg gab es die Reserve vom SV Neuhof Zenn zu sehen. 

Bei der Ankunft an den Sportplatz wurde ich von einer größeren, deutlich wahrnehmbarer Tribüne aufmerksam gemacht. Ein Kassenhäuschen, sowie ein Sportheim in den Vereinsfarben lassen das Areal hier, sehr gut wegkommen.

Ein etwas glückliches Remis sprang für die Reserve vom SV Ergersheim heraus. Positiv gestimmt ging es weiter.


775. Groundhoppingbericht, 22.05.2022:

Kreisklasse Gruppe 2; Kreis Würzburg, 26. Spieltag

15:00 1. FC Iphofen 1920 vs. SpVgg Gieblstadt 3:1

kein Ticket

60 Zuschauer

Dank Benny kam ich mal wieder in Gebiete wo ich mich sonst eher nicht aufhalte. Nach dem Treffpunkt in Fürth steuerte unser fahrbarer Untersatz Iphofen an. Iphofen dürfte wohl vielen wegen des Weinanbaugebiet ein Begriff sein. Natürlich stand heute nicht der Alkohol an erster Stelle, sondern das runde Leder. Kreisklasse Würzburg und Ipfhofen empfing den sicheren Meister und Aufsteiger Giebelstadt. 

Am Fußes eines Weinbergs kann der Platz noch mit ein paar Stehstufen überzeugen. 

Die neunzig Minuten vergingen auch wegen etlichen Gesprächen wie im Flug. Nach diesen Spiel wurde dann noch ein wenig gegessen, ehe es wieder in die Heimat zurück ging. Schöner Sonntag in Unterfranken.


774. Groundhoppingbericht, 15.05.2022:

Kreisklasse West; Kreis Neumarkt/Jura, 24. Spieltag

15:00 FC Nagelberg vs. SG Pfofeld/Theilenhofen 1:1

kein Ticket

100 Zuschauer

Letzter Urlaubstag und die Woche über stand mal das Hoppen nicht im Vordergrund. Zum Wochenende hin sollte aber schon noch mal was gehen. Samstag war das Auswärtsspiel von Weiden in Ettmannsdorf angesagt und Sonntag wollte ich zur Basis zurück kehren. Das hieß also hoppen im fränkischen Raum. Schlussendlich fand ich mich schon fast an der Grenze zu Schwaben wieder, besser gesagt in Treuchtlingen. Hier gab es ein Kreisklassenspiel zwischen dem FC Nagelberg und den Gästen aus Pfofeld zu sehen. Nagelberg war vor diesen Spiel von akuten Abstiegssorgen geplagt. Pfofeld steht schon seit längerer Zeit als Aufsteiger in die Kreisliga fest.

Mit ein paar Bänken auf einen zweistufigen Rasenwall kann der Platz zumindest für ein wenig für Ausbau sorgen. 

Der Meister war ein wenig blas und so entführte der FC Nagelberg einen vielleicht ganz wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Ab morgen heißt es wieder zurück zum Kohle verdienen, das Hoppen soll freilich auch nicht zu kurz kommen.


773. Groundhoppingbericht, 08.05.2022:

"slowenischer Grenzdoppler in Ptuj"

2. Spiel: 2. SNL, 28. Spieltag

17:00 NS Drava Ptuj vs. ND Gorica 2:2

kein Ticket

100 Zuschauer

Die Pizza lag im Magen, ein wenig Kultur wurde noch gemacht und dann ging es zum Städtischen Stadion in Ptuj. Deutlich vor Anpfiff trudelte ich ein und für fünf Euro holte ich mir die letzte Eintrittskarte auf dieser Tour.

Mit einer großen überachten Tribüne ist das Stadion in Ptuj sehr anständig. Das Graffiti an einer Häuserwand in den Vereinsfarben kann auch für einen Blickfang sorgen. Insgesamt war das hier schon sehr ordentlich. Leider kamen nur hundert Zuschauer. Auch das ist leider teilweise der Balkan.

Etwas überraschend holte der Abstiegskanditat Ptuj einen Zähler gegen den Aufstiegsanwärter aus Gorica. Dies war nicht mal unverdient. Der Abpfiff vom Schiedsrichter war ertönt und somit war die Tour, dann auch Geschichte. Die Bilanz liest sich nicht schlecht. 12 Tage, 14 Spiele, 13 neue Grounds, 7 Länder, davon drei neue Länderpunkte. Mit dem Erreichten war ich dann schon sehr zufrieden, bis auf vergangenen Freitag, mit dem unerwarteten  Spielausfall, lief alles wunderbar. Am Abend gab ich noch das Leihauto zurück, übrigens 3500 km runter geschrubbt. Ein letztes Mal nächtigte ich in Zagreb und Montag hieß es „Dovidenja Hravatsku“. Danke für die Zeit und bestimmt bis zum nächsten Mal!


1. Spiel: 3. SNL; vzhod, 23. Spieltag

10:30 SD Bosch Bracic Videm vs. NK Koroska Dravograd 2:5

100 Zuschauer

Nun war dann auch der letzte Tag auf der Balkan Tour 2022 gekommen. Nach sehr zwölf intensiven Tagen, war man irgendwie auch froh, dass man jetzt ab morgen noch ein wenig Zeit in der Heimat zum durch schnaufen hat, bevor es dann wieder mit der Arbeit ans Geld verdienen geht. Der letzte Tag sollte nochmals mit einen weiteren Land in diesen Urlaub bestritten werden. Wie auf jeder Balkan Tour üblich, kam ich auch dieses Mal nach Slowenien. Zwei Spiele sollten es hier werden und praktischer Weise gab es sogar ohne großen Aufwand nochmals einen Doppler. In der Früh um 10:30 Uhr spielte Videm pri Ptuj, nachmittags spielte dann der NS Drava Ptuj eine Liga weiter oben ebenfalls. Besser konnte es nicht laufen.

Videm verfügt über ein kleines Stadion, dass eigentlich nur aus einer kleinen überdachten Stahlrohrtribüne besteht. Ein kleiner Unterstand über dem Kiosk, übrigens sehr schön in den Vereinsfarben gehalten, bietet den letzten nennenswerten Ausbau.

Deutlich war das Endergebnis, was die Tabelle so auch wieder spiegelt. Jetzt wurde dann erstmals Mittagspause gemacht. Ehe am Nachmittag das letzte Spiel kam.

772. Groundhoppingbericht, 07.05.2022:

"Doppler in Varazdin"

2. Spiel: 2. HNL, 27. Spieltag

19:00 NK Varazdin vs. NK Jarun 4:0

600 Zuschauer

Knappe vier Kilometer vom NK Udarnik zum zweiten Spiel. Zehn Minuten vor dem Anpfiff war ich am Stadion. Die ersten zwei Minuten verpasste ich dann aber, weil die Schlange vor der Kasse ewig lang war. Man hätte die Schlange auch schneller abfertigen können, hätte man nicht eine Kasse aufgemacht, sondern von den vier möglichen vielleicht zwei. Aber nun gut…

Eines der besseren Stadien in Kroatien ist das Stadion vom NK Varazdin. Eine große überdachte Haupttribüne, eine ebenso so große unüberdachte Gegengerade und eine kleine Tribüne hinter dem rechten Tor . Dies ist das Stadion vom NK Varazdin. Auf der der Gegengerade findet man dann noch auf den Sitzschalen den Vereinsnamen. Das Zuschauerinteresse war sehr ordentlich, was aber auch daran gelegen hat, dass Varazdin sehr wahrscheinlich vor der Rückkehr in die erste Liga steht.

Höchst souverän gewann Varazdin dieses Heimspiel gegen die Gäste vom NK Jarun. Dem Aufstieg steht so wohl nicht mehr viel im Wege. Morgen ist dann der letzte Tag der Tour gekommen. Was ich für Schandtaten am morgigen Sonntag treiben werde, ist noch nicht ganz klar. Auf jeden Fall soll das Ende nicht so dahin schludern. Bis morgen!


1. Spiel: 3. ZNS; Varazdin, 14. Spieltag

17:00 NK Udarnik 32 vs. NK Trnje 0:2

80 Zuschauer

Freitag musste ich außerplanmäßig ohne Spiel und neuen Ground auskommen. Um Freitag nicht den ganz großen Stress zu haben fuhr ich bereits am Donnerstag, über Belgrad bis nach der kroatischen Grenze. Freitag gab es erst mit den verschiedenen Gedenkstellen zum Balkankrieg 1991 in Vukovar, ziemlich harte Kost, dann stand ich aber pünktlich am Platz beim geplanten Spiel in Pleternica. Aber obwohl das Spiel laut Verbandsseite noch angesetzt war, war hier nichts los. Auch am zweiten Platz in Pleternica tote Hose. So musste ich unverrichtete Dinge abziehen. Mein Nachtquartier schlug ich in Varazdin, 70 km nördlich von Zagreb entfernt auf. Samstag dann ein ganz entspannter Tag. Und durch den Ausfall am Freitag kommt jetzt das Ende der Tour etwas schneller. Zwei Spiele am Samstag, erst ein Spiel aus der Amateurklasse in Varadzin und am Abend der Zweitligist NK Varazdin.

Der Platz Platz vom NK Udarnik ist ziemlich schlicht gehalten. Ein kleiner Rasenwall, zwei Minizusatztribünen, dass wars. Selbst in dieser Rumpelliga mussten 20 Kuna berappelt werden. Tat mir aber auch nicht weh.

Die Gäste waren vom Spielniveau deutlich besser und so ging der Sieg auf alle Fälle in Ordnung.


771. Groundhoppingbericht, 05.05.2022:

Superliga, 33. Spieltag

15:00 KF Ballkani vs. KF Malisheva 2:3

kein Ticket

2000 Zuschauer

Donnerstag kehrte ich Albanien wieder den Rücken. Die Erinnerungen an dieses Land fallen durchaus positiv aus. Donnerstag sollte es wieder nach Kroatien zurück gehen, aber bevor die knapp 600 km Fahrt angetreten wurde, machte ich noch in einem weiteren Land halt. Wie sich schon fast jeder denken kann, wurde der dritte und der letzte neue Länderpunkt in diesen Urlaub der Kosovo. Alle Bedenken kann ich in  diesen Bericht ausräumen. Das Land ist sehr gut zu machen und die Menschen dort sind mega freundlich und hilfsbereit. Bevor das Spiel gemacht wurde, schaute ich mir noch ein wenig die Stadt Prizen, im Südwesten vom Kosovo an. Leider verpasste ich ein paar wenige Minuten von dem Spiel, eine Umleitung war daran schuld. Als ich am Stadion ankam war dies bereits überfüllt. Trotzdem ließ mich der Ordner ohne Murren rein. Übrigens freier Eintritt für alle.

Das Stadion besteht im Endeffekt aus nur einer Tribüne, die bei jeden Sicherheitsexperten mindestens drei Herzinfarkte ausgelöst hätte.  Vorne im Gangbereich gibt es keinerlei Geländer und wer nicht aufpasst, fällt dann einfach ca. vier Meter in die Tiefe. Am oberen Teil der Tribüne gibt es nur ein provisorisches Geländer, auch hier könnten Kinder ohne Weiteres in die Tiefe fallen. Bei zehn Metern, wohl der sichere Tod. Für die Überdachung sind die Stahlträger schon teilweise vorbereitet, seit Jahren tut sich aber herzlich wenig. Einfach nur herrlich, was sich hier mir bot. Eng an eng pressten sich die Zuschauer auf die Tribüne…

Ballkani sollte heute Meister werden, was auch die Niederlage nicht mehr verhindern konnte. Die Fans feierten danach ihre Mannschaft ausgiebig. Ich wurde nach meinen Outen als Hopper hofiert, inklusive Innenraumaufhalt zur Meisterfeier und ein Trikot wurde mir geschenkt. Mega nette Leute hier und was für ein toller Tag im Kosovo!

770. Groundhoppingbericht, 04.05.2022:

Kategoria Superiore, 32. Spieltag

16:45 FK Tirana vs. FK Teuta 1:1

2500 Zuschauer

Erstmals ging es an diesen Mittwoch ruhiger zu Werke. Ein bisschen Kultur und Sightseeing in Tirana musste ja auch sein. Nach einen gemütlichen Tag, ging es in aller Ruhe zum zweiten und letzten Spiel in Albanien für mich. Der KF Tirana und baldige albanische Meister hatte ein Heimspiel gegen die Gäste vom KF Teuta. Direkt neben dem Stadion fand ich einen Parkplatz und für wieder 300 Lek betrat ich das Stadion.

Anders als gestern in Kukes war dieses Stadion heute eine richtig schön alte Ostblockschüssel. So mag ich das, wenn ich in Osteuropa unterwegs bin. Während ich und ein paar wenige Fans schon dreißig Minuten vor dem Anpfiff im Stadion waren, so kam der Großteil erst mit dem Anpfiff oder wenige Minuten später. Anscheinend nehmen es die Zeitgenossen hier es nicht so genau mit der Pünktlichkeit. KF Tirana hatte zwei Stimmungsblöcke, wobei der rechte auf der Gegengerade der deutlich größere war.  Hier handelte es sich um die echten Fans. Diese boten mit Fahnen und dauerhaften Support eine sehr deutliche Stimmungsmache. Der kleinere Block war auch über neunzig Minuten aktiv, am Ende zündeten sie noch zwei Rauchtöpfe. Von den Gästen kam eine Autoladung mit.

KF Tirana war nicht gerade zwingend und am Ende war das Unentschieden leistungsrecht. Trotzdem werden wohl die Spieler vom KF Tirana Meister werden. Mit diesem Spiel war das Thema Albanien für mich in Sachen Fussball auf dieser Tour erledigt. Der Abend wurde mit einem ausgezeichneten Abendessen in der Innenstadt beendet. Albanien hat Spaß gemacht, gerne werde ich einmal wieder kommen. Morgen steht das letzte Ziel auf dieser Balkantour an.


769. Groundhoppingbericht, 03.05.2022:

Kategoria Superiore, 32. Spieltag

16:45 FK Kukes vs. FK Partizan Tirana 1:2


2500 Zuschauer

Halbzeit auf der großen Balkan Tour 2022. Für mich aber noch kein Grund nach zulassen. Eher schaltete ich nochmal einen Gang hoch. Zwei Ziele verfolgte ich noch diesen Urlaub. Am heutigen Dienstag fiel der nächste neue Länderpunkt. Jetzt war Albanien an der Reihe. Mit einer wieder abenteuerlichen Fahrt über die Berge Montenegros und Kosovo kam ich, nach einem kurzen Zwischenstopp, gegen drei Uhr in Kukes an. Erst mal Geld organisieren und dann ziemlich direkt zum Stadion. Das Stadion wurde gleich und ohne Probleme gefunden. Für dreihundert Lek, was umgerechnet 2,50 € sind bekam ich einen Platz auf der Gegengerade. Getränke und kleine Snacks, oh wie liebe ich diese Sonnenblumenkerne, mussten sich vor dem Stadion geholt werden.

Das Stadion vom FK Kukes ist komplett neu und kann deshalb nicht mit einem osteuropäischen Charme reizen. Fantechnisch war ich sehr positiv überrascht. Kukes stellte einen größeren, lautstarken Stimmungsblock. Zu Anfangs des Spiels zündeten sie etliche Böller. Partizan war am Anfang mit dreißig Fans vertreten, ehe zur Mitte der zweiten Halbzeit noch etwa 30 weitere Fans dazu kamen. Mit ein paar Fahnen und teilweise Support machten die Gäste aus der Hauptstadt auch auf sich aufmerksam. Zum Ende des Spiels zündete Kukes zwei kleinere Pyroshows ab.

Spannend bis zum Schluss war diese Partie. Partizan konnte ein wenig glücklich die Partie für sich entscheiden. Insgesamt konnte ich mit diesen Ground und dem Spiel zufrieden sein. Zweiter Länderpunkt, Check! Nach einem kurzen Abendessen steuerte ich dann noch die knappen 150 km bis Tirana an. Dort soll morgen der Fokus liegen.

768. Groundhoppingbericht, 02.05.2022:

Prva Liga; Aufstiegsrunde, 4. Spieltag

18:00 FK Javor Matis Ivanjica vs. FK IMT Novi Beograd 2:4

kein Ticket

1200 Zuschauer

Um Montag ein Spiel zu sehen musste man einmal die Arschbacken kräftig zusammen beißen und dann hieß es knappe sechs Stunden Fahrzeit für ein Spiel in der 2. Serbischen Liga. Die Fahrt von Podgorica nach Ivanjica Entfernung nur 250 km, war mit etwa fünf Stunden reiner Fahrzeit angesetzt worden. Schneller kam man nicht voran. Grund waren hier die etlichen Serpentinen über das Gebirge. Hier kam man meistens nur mit 60 oder 80 km/h voran. Zudem wurden die Stoßdämpfer bei diesen Straßenverhältnissen nicht gerade geschont. Nun gut, überpünktlich kam ich vor Ort an und gönnte mir erst noch zur Belohnung für die Strapazen leckere Cevapcici. Dann zum Spiel und wieder freier Eintritt. Mensch habe ich ein Glück. Das dritte Spiel in Folge, wo kein Eintritt fällig wurde.

Klein aber sehr fein kommt das Stadion vom FK Javor Matis daher. Die Hauptribüne schaut ein wenig zusammengewürfelt aus. Im mitteleren  Bereich findet man eine erhöhte überdachte Tribüne, darunter sind noch in einem Käfig ein paar weitere Sitzschalen. Die Gegengerade ist unüberdacht, genauso wie die rechte Hintertorseite. Das Stadion war sehr gut gefüllt, was auch an der Brisanz des Spiels geschuldet war. Aus Novi Beograd kamen immerhin 30 Fans mit.

Hochspannend war die Partie und die Gäste gewannen mit einem fulminanten Schlussspurt verdient mit 4:2 und dürfen so weiter von der ersten Liga träumen. Der Trip nach Serbien hat sich absolut gelohnt.


767. Groundhoppingbericht, 01.05.2022:

"Länderpunkt Montenegro mit doppelten Boden"

2. Spiel: 2. CFL, 32. Spieltag

20:00 OFK Mladost DG vs. Arsenal Tivat 1:0

kein Ticket

250 Zuschauer

Obwohl ich mir vor einiger Zeit ein Update mit neuem Kartenmaterial für mein Navi holte, verließ mich das doch beim Eingeben sämtlicher Straßennahmen. Mit dem Handy brachte ich trotz Zusatzbuchungen kein Netz her. Nun stand ich da wie ein Trottel. Amatuerhaft? Dies zeigte mir bloß, dass man ohne Internet und sonstigen digitalen Hilfsmitteln aufgeschmissen ist. Nun gut dann wurde halt gefragt, leider hatten viele Leute in Podgorica nicht gerade viel Ahnung, wo die örtlichen Fussballplätze und Stadien sind… Am Ende kurvte ich wie wild durch Podgorica und als ich das zweite Spiel schon fast abgeschrieben hatte, kam ich doch noch irgendwie an.

Der OFK Mladost trägt zusammen mit dem FK Podgorica in dem ein und selben Stadion aus. Die DG Arena ist neu und hat mit einer großen Haupttribüne und einer etwas kleineren Gegengerade ein sehr ordentliches Stadion zu bieten. Für die Zuschauer war nur die Gegengerade geöffnet, auf der Haupttribüne fanden sich bloß Presse und Vereinsmitglieder der beiden Vereine wieder. Die Zuschauerzahl war hier deutlich besser, als im Spiel zuvor. Für die hiesigen Verhältnisse war das, dann doch ganz ok.

Deutlich besser und schneller war das Spielniveau als im Spiel zuvor. Die Partie war kurzweilig und sehr spannend. Am Ende gewann Mladost glücklich und äußert knapp mit 1:0. Nach dem Abpfiff gab es dann noch handfeste Auseinandersetzungen der Spieler und der Fans untereinander. Aus sicherer Entfernung verfolgte ich noch das Geschehen, ehe ich dann doch müde ins Hotel fuhr. Kräfte sammeln für morgen.


1. Spiel: 2. CFL, 32. Spieltag

16:30 OFK Titograd vs. FK Kom 0:1

kein Ticket

100 Zuschauer

Sonntag wollte ich mein zweites Ziel für den Urlaub abhaken. Endlich sollte es seit vier Jahren mal wieder einen neuen Länderpunkt geben. Dieses Vorhaben hatte ich wie gesagt schon einmal 2020, dann kam aber die Corona Pandemie und machte mir einen Strich durch die Rechnung. Jetzt dann aber endlich dieses Jahr 22 und was lange währt wird endlich gut? Nach den endgültigen Spielansetzungen entschied ich mich Sonntag Montenegro in Angriff zu nehmen. Am gestrigen Samstag bekam ich dann noch mit, dass sogar ein Doppler in der Hauptstadt Podgorica möglich war, also nix wie hin. Die Fahrt von Split nach Podgorica, verlief trotz teils durchwachsener Landstraßen in Bosnien ganz ordentlich. Auch die Grenze passierte man schnell. Mit genug Zeit im Gepäck kam ich am ersten Platz an. Titograd sollte für mich den 23 Länderpunkt bringen.

Der Ground ist jetzt gerade keine Perle, kann aber immerhin mit zwei Stahlrohrtribünen und einer Mini-Vip Tribüne für ein wenig Ausbau sorgen. In Montenegro ist dann alles nochmals eine Nummer kleiner, als in Kroatien. Es wurde kein Eintritt verlangt und die Zuschauerzahl war äußert gering.

Fussballerisch war das Spiel hier echt unteres Niveau. Am Ende siegten die Gäste verdient, gegen ein biederes Heimteam. Für mich war der Länderpunkt Montenegro eingetütet. Check!


766. Groundhoppingbericht, 30.04.2022:

"Doppler bei und in Sibenik"

2. Spiel: 1. HNL, 33. Spieltag

19:05 HNK Sibenik vs. HNK Rijeka 3:5


778 Zuschauer

Nur wenige Minuten vor dem Anpfiff war ich am Stadion in Sibenik angekommen. Den Anpfiff erlebte ich noch in der Einlassschlange vor dem Stadion, also kann mir die Groundhoppingpolizei auch nicht ans Bein pissen.

Mir gefällt das Stadion in Sibenik auch richtig gut. Die Haupttribüne ist groß und mit blauen Sitzschalen bestückt. In der Mitte von der Haupttribüne ist diese überdacht. Die Gegengerade ist deutlich kleiner und komplett ohne Überdachung. Die mächtigen Wohnhausblöcke im Hintergrund der Tribüne bieten ein sensationelles Bild. Die Kurven sind soweit ohne Ausbau. Rijeka brachte etwa 100-150 Fans von der Armarda mit. Der Support war durchgängig über das ganze Spiel. Auch Sibenik konnte einen kleinen Stimmungsblock stellen. Zum Ende des Spiels zündelten beide Fanlager. Sehr schön und man konnte sehen, der Balkan lebt wieder!

Ein wilder Ritt war diese Partie. Die Führung von Sibenik hielt nur bis Mitte der ersten Halbzeit, ehe Rijeka auch dank des Ex-Clubberes Drimic die Partie zu Gunsten der Armarda drehte. Am Ende gab es ein vogelwildes 5:3 für Rijeka. Ein wirkliches gebührendes Spiel, für meine Komplettierung der ersten kroatischen Liga. Morgen geht es weiter, mit neuen Zielen…

1. Spiel: 3. HNL; Jug, 30. Spieltag

17:00 NK Vodice vs. RNK Split 4:2


150 Zuschauer

Nach zwei Tagen ohne neue Grounds, wurde es heute mal wieder Zeit. Insgesamt sollte der Samstag einer der wichtigsten Tage auf meiner Tour auf dem Balkan werden. Es ging für mich darum, die erste kroatische Liga voll zu machen. Sibenik fehlte mir als einzigstes Team noch und so war nach der Spielansetzung schnell klar, dieses Spiel musste ich mitnehmen. Davor wurde noch ein weiteres Spiel auswendig gemacht. Dritte Liga süd und das Ganze nur zehn Kilometer entfernt von Sibenik. Man konnte nicht klagen. Den Vormittag verbrachte ich mit Kultur in Sibenik, ehe es dann frühzeitig die zehn Kilometer rüber nach Vodice ging. Hier noch schnell ein paar Minuten Sonne am Strand getankt und dann ging es zum Stadion.

Irgendwie hat die Anlage was. Zwischen Felsen relativ eingeengt findet man den Kunstrasenplatz vor. An den beiden Längsseiten gibt es jeweils eine Stahlrohr- bzw. eine normale Tribüne. Beide Tribünen waren unüberdacht. Auch wenn man bei der Betontribüne den Verdacht haben könnte, dass diese noch nicht ganz fertig ist, der irrt. Schon seit Jahren ist die Tribüne unvollendet. Insgesamt war der Rahmen hier ganz nett. Aus Split kam eine gute Autoladung mit. Ob sich diese Leute als Fans oder Orchester betiteln lassen wollen, weiß keiner. Jedenfalls brachten sie Gitarre, Trommel, Subwoofer und sonstigen Rotz mit. Habe ich so auch noch nicht erlebt.

Vodice sorgte früh für klare Verhältnisse und der ehemalige Erstligist aus Split hatte so gut wie nie eine Chance. Schnell weiter zurück nach Sibenik.

765. Groundhoppingbericht, 29.04.2022:

1. HNL, 33. Spieltag

18:00 HNK Hajduk Split vs. NK Hrvatski Dragovoljac 2:1

9775 Zuschauer

Donnerstag wurde damit verbracht von Salzburg nach Zagreb mit dem Zug zu reisen. Freitag früh wurde dann wie geplant ein Leihauto organisiert und dann ohne Verschnaufpause gleich weiter gefahren. Ziel war der südliche Teil von Kroatien, wo der Schwerpunkt am Wochenende liegen sollte. Am Freitag gab es zwar nur einen Revisit, aber nach dem ich bekannter weise mit Hajduk Split sympathisiere gibt es weiß Gott schlechtere Spiele. Hajduk ist immer eine Reise wert! Mit genug Zeit im Gepäck wurde dann erst noch ein wenig im Fanshop eingekauft, ehe es dann ins berühmte Poljud ging.

Die Kulisse war für kroatische Verhältnisse sehr ordentlich. Hajduk brachte wieder knapp zehntausend Fans ins Stadion. Die Torcida war mit einen cirka tausend Mann Stimmungsblock gebührend vertretend.  In der zweiten Halbzeit sorgten sie mit zwei Pyroshows für gute Unterhaltung. Von den Gästen kam Sage und Schreibe ein Edelfan mit. Für mich der Mann des Tages!

Obwohl Hajduk Vizemeister in Kroatien werden sollte, taten sie sich gegen den fast sicheren Absteiger aus Zagreb lange schwer. Kurz vor Schluss konnte Split dann aber den verdienten Sieg klar machen. Für mich war dies ein wunderbarer Auftakt, auf hoffentlich viele schöne und ereignisreiche Tage auf dem Balkan! The show must go on!


764. Groundhoppingbericht, 27.04.2022:

SFV-Stiegl Landescup; 5. Hauptrunde

19:00 SV Raika Kuchl vs. FC Pinzgau Saalfelden 3:1


300 Zuschauer

Mit allerletzter Kraft rettete ich mich in Richtung Urlaub. Dieser wurde schon von langer Hand geplant. Eigentlich will ich mir jetzt meine geplante Balkan Tour aus dem Jahre 2020 verwirklichen. Das heißt mindestens 2-3 neue Länderpunkte. Hier will ich Albanien, Kosovo und Montenegro in Angriff nehmen. Zum Einstieg dieses XXL-Urlaubs bot sich ein Spiel in Salzburg an. Zuerst wurde eigentlich das Spiel vom ASV Salzburg im Salzburger Pokal eingeplant, weil dies aber kurz vor meiner Abfahrt auf dem Dienstag vor verlegt wurde, musste ich um planen. Weil ich dieses Mal bis nach Kroatien mit dem Zug fahren wollte war ich nicht so flexibel. Ich hatte aber Glück, dass der SV Kuchl mit der örtlichen S-Bahn easy zu erreichen war. Eine Stunde vor dem Anpfiff war ich bereits am Stadion. Bei nicht gerade bombastischen Wetter, konnten auch die Preise am Kiosk einen die Stimmung ein wenig vermiesen. 3,40 Euro für 0,3 Liter Bier und 5,70 € für eine Käsekrainer mit Semmel. Einfach nur pervers, aber es ist Urlaub und scheiß drauf!

Mit einer ganz ordentlichen Tribüne kann das Areal in Kuchl einen deutlichen Ausbau bieten. Das Bergpanorama im Hintergrund des Sportplatzes tut sein übriges dazu. Insgesamt war ich dann doch völlig zufrieden.

Sehr eindeutig war dieses Pokalspiel, dass Kuchl ohne große Probleme gewann. Bei den Gästen wurde mit Christian Ziege ein ehemaliger prominenter Bundesligaspieler als Trainer auswendig gemacht. Nach dem Schlusspfiff ging es wieder zurück in die Pension nach Salzburg, morgen geht es in großen Schritten in Richtung Balkan, allerdings wird der morgige Donnerstag ohne Fussball auskommen müssen. Ab Freitag geht aber einiges!


763. Groundhoppingbericht, 18.04.2022:

"Ostermontag Doppler in Mittelfranken"

2. Spiel: Kreisliga 1; Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, 22. Spieltag

15:00 TSV Dinkelsbühl vs. 1. FV Uffenheim 2:2

kein Ticket

125 Zuschauer

Auch wenn ich zuerst andere Gedanken hatte, was das zweite Spiel betraf, so stimmte mich mein Mitfahrer um und es wurde jetzt Dinkelsbühl angefahren. Vor Jahren war ich schon mal bei den Sportfreunden, heute wurde dem zweiten Verein in Dinkelsbühl, nämlich den TSV ein Besuch abgestattet.

Die Entscheidung für dieses Spiel war auf jeden Fall die Richtige. Ein deutlicher Ausbau auf der einen Gegengerade Seite mit fünf großzügigen Stehstufen lassen diesen Platz als sehr anständig daher kommen.

Sehr spannend bis zum Schluss war diese Partie und beide Mannschaften hätten diese Partie für sich entscheiden können. Es war kurzum ein schöner Tag in der fränkischen Heimat.


1. Spiel: B-Klasse Gruppe 1; Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, 18. Spieltag

13:00 SG Beyerberg/Burk 2 vs. Sportfreunde Dinkelsbühl 3 4:1

kein Ticket

25 Zuschauer

Nach dem am Ostermontag ein offizieller Spieltag in Bayern war, entschloss ich mich früh da auch auf Tour zu gehen. Einen Mitfahrer fand ich bereits vergangene Woche und kurz nach Mittag fuhr der Skoda Rapid in Richtung Ansbach. Unweit des Hesselberges trug im Ort Ehingen die Spielgemeinschaft Beyerberg/Burk ihr Reservespiel in der B-Klasse aus. 

Mit ein paar Bänken und einen netten Sportheim ist der Platz völlig grundsolide.

Beyerberg gewann ungefährdet. Bei schönsten Frühlingswetter und einen kühlen Hopfengetränk konnte man hier gut verweilen. Und weiter gings...

762. Groundhoppingbericht, 16.04.2022:

"Oster-Dreier im gelobten Land"

3. Spiel: Plzensky kraj; Okres Domazlice; 2. trida, 14. Spieltag

17:00 SK Pobezovice vs. TJ Sokol Osvracin 5:0

kein Ticket

55 Zuschauer

Beim dritten Spiel wurde unsere Mannschaft reduziert. Punky verabschiedete sich in Richtung Heimat. Am Stadion in Pobezovice trennten sich unsere Wege. Bereits letztes Jahr standen Benny und ich hier mal, damals fiel aber das Spiel unbekannter Weise aus. 

Dafür das es die vorletzte Liga war, war dieser Platz sehr ordentlich. Eine größere schicke Tribüne ziert das ansonsten weitläufige Areal vom SK Pobezovice. Für mich eine grenznahe Stadionperle.

Fünf Tore bekamen wir im letzten Spiel für den heutigen Tag geboten. Nach den neunzig Minuten wurde der schöne Tag mit einen Abendessen kurz vor der Grenze gebührend beendet. Bylo krasne. Zatim ahoj!


2. Spiel: Plzensky kraj; 1. B trida; skupina B, 17. Spieltag

14:00 TJ Sokol Blovice vs. SK Bolesiny 1:2

kein Ticket

130 Zuschauer

Nach ein wenig Kultur kamen wir pünktlich wie die Maurerer zum zweiten Spiel südlich von Plzen an. Sokol Blovice hieß der zweite Ground und schon beim Betreten wurde dieser als sehr solide betrachtet. Das Piva floß wieder und bei jetzt wunderbaren Frühlingswetter konnte es hier wieder gut ausgehalten werden.

Mit einer größeren überdachten Tribüne mit Plastiksitzschalen, ein paar Bänken, auf der Haupt- und Gegengerade kann das vermutliche Speedway-Stadion ganz gut gefallen.

Fussballerisch war das hier ausgeglichen und so war Spannung bis zum Schluss geboten. Trotz bester Chancen für die Heimmannschaft konnten die Gäste einen glücklichen 1:2 Auswärtssieg feiern. Kaum war der Abpfiff ertönt hieß es weiter zum dritten und letzten Spiel an diesen heutigen Tage.

1. Spiel: Plzensky kraj; 1. B trida; skupina B, 17. Spieltag

10:15 TJ Mecholupy vs. TJ Sokol Pacejov 4:1

kein Ticket

50 Zuschauer

Karsamstag und an diesen Tag fand sich schnell eine kleine Gruppe zusammen, die sich zusammen auf nach Tschechien machte. Benny, Punky und meiner einer fuhren am besagten Tag wie gesagt in das Land wo Pivo und Klobasa zur Pflicht gehören. Die Tour wurde nach Absprache zusammen festgezurrt und der erste Halt war im Okres Klatovy. Der Ground wurde dank einer Umleitung nicht ganz pünktlich zum Anpfiff erreicht, sodass die Groundhopperpolizei in meinem Auto schon wieder Alarm schlug, nach dem dieser aber das erste Pivo in der Hand hielt, verstummte die schier endlose Sirene...

Der Ground wusste mit einer kleine Tribüne zu überzeugen und als Tageseinstieg konnte dieser Platz als durchaus akzeptabel bezeichnet werden.

Relativ eindeutig gewann Mecholupy diese Partie und nach diesen Spiel war erstmals ein wenig Zeitpuffer angesagt.


761. Groundhoppingbericht, 10.04.2022:

Bezirksliga Nord; Kreis Mittelfranken, 23. Spieltag

15:00 DJK-SC Oesdorf vs. 1. FC Kalchreuth 2:1

125 Zuschauer

Während ich noch Sonntags mit dem Gedanken beschäftigt war, mit was ich mir heute die freie Zeit vertreiben sollte, ging bei mir eine Whats App ein und schnell wurde ein fahrbarer Untersatz gefunden, der uns beide zum Bezirksligaspiel Oesdorf gegen Kalchreuth brachte. Für mich war somit neben der Bezirksliga Mittelfranken Süd, auch die Nordgruppe komplett.

Die Anlage in Oesdorf ist soweit ganz ok. Ein Kassenhäuschen, ein paar Stufen vor dem Sportheim, sowie eine nette Grillhütte lassen den Platz durchaus als überdurchschnittlich daher kommen.

So länger das Spiel dauerte, desto mehr wurde es zum zerfahrenen Gebolze. Am Ende siegte Oesdorf knapp mit 2:1. Dies dürfte ein wichtiger Dreier im Abstiegskampf gewesen sein.


760. Groundhoppingbericht, 03.04.2022:

"Alternativer Plzen Plan"

3. Spiel: Plzensky kraj; Plzen Mesto; Mestsky prebor muzu, 15 .Spieltag

16:00 FC Chotikov 1932 B vs. TJ Sokol Plzen Cernice B 8:1

kein Ticket

30 Zuschauer

Bei meiner Alternativplanung für Sonntag wurde ich auf eine kleine Perle unweit von Malesice aufmerksam und um nicht unnötig noch mehr Kilometer auf das Auto drauf zu klatschen, entschied ich mich für das Reservespiel vom FC Chotikov. Nach drei Kilometer war ich dann schon da, ebenso Mr. Sachseninformer. Bei jetzt halbwegs erträglichen Temperaturen konnte man das ein oder andere Schwätzen halten.

Mit einer größeren Tribüne und ein paar Bänken auf dem Hang vom Sportheim kann dieser Platz einen deutlichen Ausbau bieten.

Sehr einseitig war die Partie und das diese Partie nicht zweistellig endete, war nur dem Unvermögen der Heimmannschaft geschuldet. Insgesamt war das Wochenende trotz des Wetters erfolgreich bestritten worden, wer hätte das Samstag früh gedacht.


2. Spiel: Plzensky kraj; Plzen Mesto; Mestska soutez muzu, 15. Spieltag

13:30 TJ Sokol Malesice B vs. TJ Sokol Mesto Tuskow B 5:2

kein Ticket

20 Zuschauer

Im Westen von Plzen liegt der Stadtteil Malesice, dort spielte die Reserve von Sokol Malesice gegen die Reserve von Sokol Mesto Tuskow. Ein Spiel in der vorletzten Liga. Ein wahrer Hochgenuss.

Trotz geringer Erwartungen wurde ich bei der Ankunft ein wenig positiv überrascht. Das Areal ist ganz nett und kann mit dem ein oder anderen Detail für ein wenig Aufsehen sorgen. Egal ob ein verrosteter alter Tank, ein altes Gestüt im Hintergrund des Sportplatzes, ein paar Bänke der Platz war für diese Rumpelliga ganz angenehm. Malesice sorgte früh für klare Verhältnisse, allerdings kam Tuskow Ende der ersten Halbzeit nochmal ran und konnte sogar zwischenzeitlich den Ausgleich herstellen. Trotzdem siegte Malesice am Ende alles andere als unverdient. Während des Spiels wurde noch Bekanntschaft gemacht mit Mr. Sachseninformer. Hiermit gehen beste Grüße raus!


1. Spiel: Plzensky kraj; 1. B trida; skupina B, 15. Spieltag

10:15 FK Robstav Prestice B vs. SK Bolesiny 5:1

kein Ticket

30 Zuschauer

Mein Plan für den Sonntag wurde durch den Wintereinbruch im Plzen kraj komplett durcheinander gewirbelt. Eigentlich hätte ich um 10:15 ein Spiel nahe Pribram sehen wollen, dies wurde aber kurzfristig verlegt, ebenso wie 16:30 mein Hauptspiel für diesen Tag Nyrany. Der Tag sollte wie immer standesgemäß um 10:15 beginnen. Die Suche für ein Spiel in der Früh war schwer. Und am Ende musste ich mich zwischen Pest und Cholera entscheiden. Entweder der Kunstrasenplatz von Senco in Plzen oder der Kunsterasenplatz in Prestice. Ich entschied mich für Prestice. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt konnte man sich schon die Frage stellen, warum man das warme Bett verlassen hatte.

Ohne Alles kommt der Platz in Prestice daher. Immerhin konnte die Klobasa im Sportheim überzeugen. Somit gab es zumindest ein wenig Entschädigung.

Prestice spielte einen sehr ansprechenden Fussball. Am Ende war der Sieg um 1-2 Tore zu niedrig. Jetzt steuerte ich Plzen an.


759. Groundhoppingbericht, 02.04.2022:

"Vierer um Prag"

4. Spiel: Fortuna liga, 27. Spieltag

19:00 AC Sparta Prag vs. FC Banik Ostrava 2:1

15205 Zuschauer

Als ich dem Stadion von Sparta näher kam stieg meine Vorfreude umso mehr. Nach zwei Jahren der Pandemie endlich mal wieder ein Fussballspiel ohne jede Einschränkungen. Keine Masken, kein 2G, 3G, oder 5G… Ein Traum! Die Menschen drängten sich dicht an dicht vor dem Stadion. Einfach nur schön im hoffentlich alten Leben wieder angekommen zu sein. Die Karte hatte ich mir im Vorverkauf besorgt. Meinen Platz fand ich auf der Gegengerade wieder. Und wie es der Zufall so will, war mit dem  Hofer ein durchaus bekanntes Gesicht vor Ort. Der Tag nahm nun seine Wendung… Dazu später mehr!

Mit etwas mehr als 15000 Zuschauern war die Partie gut besucht. Aus Ostrava waren knapp zweitausend Fans mit dabei. Stimmung machten beide Fanlager, wobei hier die Ausdauer und die Lautstärke an Banik ging. Pyrotechnik zündelten beide im Laufe der zweiten Halbzeit. Ebenso boten beide Mannschaften eine ordentliche Choreo.

Banik ging früh in Führung, aber Sparta konnte die Partie drehen und siegte am Ende knapp, aber verdient.

Anstatt nach dem Spiel gleich heim zu fahren, ging es mit ein paar Hoppern aus den verschiedensten Regionen Deutschlands in eine Kneipe einen Absacker trinken. Man könnte spekulieren was passiert wäre, wenn ich nicht noch Auto hätte fahren müssen… Trotzdem war die Zeit feucht, fröhlich… Ein Tag mit Kälte und viel Fussball ging sensationell zu Ende!


3. Spiel: Hlavni mesto Praha; 1. trida; skupina B, 15. Spieltag

16:30 SK Dablice B vs. Partisan Prague FC 2:2

kein Ticket

32 Zuschauer

Dablice war der dritte Halt und hier war ich schon mal vor Jahren da gestanden, damals fiel die Partie aber aus. Heute konnte ich den Ground im Prager Nordwesten  als erledigt bezeichnen. Zuerst wurde sich die zweite Klobasa am heutigen Tage gegönnt. Ebenfalls fand ein weiteres Pivo den Weg in meinen Hals.

Als völlig grundsolide und gar nicht schlecht kann der Platz in Dablice bezeichnet werden. An der rechten Längsseite gibt es auf zwei Reihen etliche Bänke zu sehen. In den Niederungen der Prager Amateurverein sicherlich noch einer der besseren Plätze.

Sehr kurzweilig war die Partie und so war sich Partisan nach Führung dem Sieg sicher, ehe Dablice noch zum verdienten Ausgleich kam. Mit wenig Zeit im Gepäck ging es nun zum Wochenendhighlight.


2. Spiel: Hlavni mesto Praha; 2. trida; skupina C, 13. Spieltag

13:30 SK Union Vrsovice B vs. AFK Slavia Malesice 2:1

kein Ticket

30 Zuschauer

Nun hieß es ab nach Prag, Grund war natürlich am Abend das Spiel zwischen Sparta und Banik. Bevor der Tag aber noch mit zwei weiteren Spielen gefüllt werden sollte, checkte ich erst noch im Hotel nahe des Dolicek Stadions ein. Danach nur ein paar Straßen weiter, zum SK Union Vrsovice. Ein Verein der nur einen Steinwurf vom Slavia Eishockey Stadion entfernt ist.

Das ich diesen Verein erst heute machte, lag wohl auch daran, weil der Platz ohne große Details ankommt. Aber für einen Lückenfüller konnte man es trotzdem schlechter erwischen. Ein paar Bänke und ein Graswall sorgten zumindest für ein bisschen Stimmung.

Spannend war diese Partie und am Ende konnte man sie ohne einzuschlafen anschauen. Ohne Atempause weiter zum nächsten Spiel.


1. Spiel: Stredocesky kraj; 1. B trida; skupina B, 17. Spieltag

10:15 FK Kralupy 1901 vs.TJ Slavia Radonice 5:1


80 Zuschauer

Wie ungerecht kann manchmal das Leben sein. Da stand an diesen Wochenende endlich das erste Mal Tschechien in diesem Jahr auf dem Programm und dann gab es nochmals ein Wintercomeback. Als ich in der Früh schlaftrunken aus meinem Bett zum Fenster wackelte sah ich die weiße Pracht. Meine Stimmung sackte gleich in dem Keller. Nach kurzem Update bei Fotbal.cz machte ich mich trotzdem zur geplanten Tour Richtung Prag auf. Der Plzen Kraj wurde von dem Schneetreiben heim gesucht, ab Pribram hörte es dann aber Gott sei Dank auf und meine Erleichterung war somit zum Greifen nahe. In Kralupy nördlich von Prag war die erste Station. Trotz der teils schwierigen Straßenverhältnisse kam ich überpünktlich an.

Kralupy verfügt über ein kleines aber sehr feines marodes Stadion. Hinter den Toren gibt es ein paar Stehstufen, sowie auch teilweise auf der Seite vom Sportheim. Die Hauptseite besteht aus einer größeren Tribüne und ein paar Stehstufen. Konnte hier durchaus an Gefallen finden.

Kralupy siegte als souveräner Tabellenführer klar und deutlich. Für mich hieß es nun in Richtung Prag, nicht ohne Grund…

758. Groundhoppingbericht, 27.03.2022:

"Ansbach Doppler"

2. Spiel: Kreisklasse 1; Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, 17. Spieltag

15:00 TSV Merkendorf vs. SG Dentlein Langfurth 1:2

kein Ticket

45 Zuschauer

Ein paar wenige Augenblicke nach dem Anpfiff war ich in Merkendorf angekommen. Auch hier fand man ein schmuckes Sportareal vor. 

Mit einer kleinen Vortribüne vor dem Sportheim und ein paar Plastiksitzschalen, kann auch dieser Platz durchaus überzeugen. 

Eine intensiv geführte Partie bekamen die knapp fünfzig Zuschauer zu sehen. Das Endergebnis war knapp, mit ein bisschen Glück hätte Merkendorf vielleicht ein Unentschieden erreichen können. Mit einen zufriedenen Gefühl fuhr ich nach diesen Kick wieder nach Hause. Ein rundherum gelungener Hoppingtag im Ansbacher Raum.


1. Spiel: A-Klasse 3; Kreis Nürnberg/Frankenhöhe, 17. Spieltag

13:00 TSV Fichte Ansbach 2 vs. TSV Ammerndorf 2:4

kein Ticket

50 Zuschauer

Bei herrlichen Frühlingswetter war die Lust auf Hoppen groß. Trotz der extrem hohen Spritpreise entschied ich mich gegen meiner Vernunft mit dem Auto zu fahren. Ein wenig aus Zeitgründen geschuldet wurden es nur zwei Spiele in der Ansbacher Gegend. Mit Fichte Ansbach machte ich einen Verein, den ich schon länger auf dem Schirm hatte. Das mich dort aber eine Perle erwarten würde, war mir vorher nicht bekannt. Vom Gastverein kannte ich ein paar Leute und so schaute der ein oder andere nicht schlecht, als ich dort vorstellig wurde. 

Fichte Ansbach verfügt aus meiner Sicht über eine echte Perle. Auf der gegenüberliegenden Seite vom Eingang finden sich fünf großzügige Stehstufen, mit ein paar Sitzbänken wieder. Echt stark.

Ammerndorf gewann dieses Spiel erst in der Schlussphase, was zwar verdient war, allerdings taten sich diese lange Zeit schwer. Nach dem man sich vom bekannten Personal verabschiedet hatte, ging es in den Ansbacher Süden.


757. Groundhoppingbericht, 13.03.2022:

Testspiel

12:30 TSV Pyrbaum 2 vs. SV Leerstetten 2 1:4

kein Ticket

25 Zuschauer

Sonntag schaute ich bei meiner Familie in der Heimat vorbei, trotzdem sollte aber an diesen Tag wenigstens ein Spiel gemacht werden. Da kam mir der Testkick zwischen den beiden Reserven vom TSV Pyrbaum und dem SV Leerstetten gerade recht. Nicht einmal zwanzig Kilometer hatte ich zu fahren und weil der Schiedsrichter sich ewig Zeit ließ, fing das Spiel zwanzig Minuten später an.

Einer meiner ersten Ground war der Hauptplatz mit Tribüne vom TSV Pyrbaum. Jetzt etliche Jahre später, konnte ich im Rahmen der Vorbereitung den neuen Nebenplatz machen. Dieser kann mit einen Graswall und einen übergroßen Fussball am Eingang durchaus als überdurchschnittlich bezeichnet werden.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste immer besser und am Ende stand ein klarer 4:1 Auswärtssieg zur buche.


756. Groundhoppingbericht, 12.03.2022:

Testspiel

15:30 DJK BFC Nürnberg vs. Türk FK Gostenhof x:x

kein Ticket

30 Zuschauer

Nicht nur ein wunderschöner Frühlingstag trieb mich an diesen Samstag zum Hoppen an. Ohne großen Stress und ganz gemütlich sollte es an diesen Samstg zu gehen. Ich suchte mir in Nürnberg das Spiel von der DJK BFC Nürnberg gegen den Türk FK Gostenhof raus. Mit dem Bus und der U-Bahn ging es einmal in den Nordosten von Nürnberg. Pünktlich war ich vor Ort und nach dem ich mir noch ein kühles Bier geholt hatte, ging es zum Trainigsplatz von der DJK BFC Nürnberg. 

Auch wenn der Platz ziemlich abgefuckt daher kommt, hat dieser irgendetwas. Die Sonne strahlete und weil man auch hier nix von Corona mit bekam war es wie in guten alten Zeiten. Hier und da konnte man ein kleines Schwätzchen halten und so war es ein sehr gemütliches Unterfangen hier zu sein.

Es wurde hier eine kurzweilige und durchaus gut an zu sehende Partie geboten. Am Ende fuhr ich zufrieden nach Hause.


755. Groundhoppingbericht, 05.03.2022:

Testspiel

14:30(Gelände TSV Rosstal)TSV Buch vs. SV Baiersdorf 2:1

kein Ticket

20 Zuschauer

Statt des geplanten Auswärtsspieles der SpVgg SV Weiden in Seebach, musste ich aufgrund des Spielausfalls umplanen. Ich entschied mich im regionalen Bereich tätig zu werden, dazu fuhr ich nach Rosstal, welches westlich von Fürth liegt. Hier angekommen, wurde erstmal eine Wissenslücke bei mir deutlich. Bis vor kurzen dachte ich, dass ich diesen Verein schon kannte, aber vor nicht allzu zu langer Zeit gründete sich der Verein neu und aus TUSPO Rosstal wurde eben der TSV Rosstal. Dieser bekam auch ein komplett neues Sportareal, auf welchen heute der Landesligist TSV Buch und der Bezirksligist SV Baiersdorf ein Testspiel austrugen.

Mit ein paar Bänken und ansonsten nicht viel kann der Platz zumindest als zweckmäßig bezeichnet werden.

Ein Klassenunterschied sah man hier nicht und Buch gewann nur glücklich in der Schlussphase. Bei nicht geraden frühlingshaften Temperaturen, war ich froh, dass nach diesen Spiel schon wieder das warme Wohnzimmer wartete.


754. Groundhoppingbericht, 03.03.2022:

Kreisliga B; Kreis Darmstadt, 30. Spieltag

19:30 SG Grün-Weiß Darmstadt vs. TSG Wixhausen 2 5:0

kein Ticket

25 Zuschauer

Der dritte und schon der letzte Tag bei meiner kleinen NRW-Tour. Mittag hieß es erst mal Abschied nehmen vom Tiffy. Beste Grüße an dieser Stelle nach Aachen. Dann ging es mit dem ICE zumindest teilweise wieder zurück, allerdings legte ich in Darmstadt nochmals einen kleinen Zwischenstopp ein, um heute noch irgendeinen Hafer anzuschauen. Es wurde ganz hochklassig und qualitativ äußert wertvoll. Kreisliga B und Asche… Was will ein ausgeprägtes Hopperherz noch mehr?

Wie gesagt der Nebenplatz von der SG Grün-Weiß Darmstadt kann nicht besonders viel. In entspannter Atmosphäre verfolgte ich die neunzig Minuten.

GW Darmstadt war vor dem Spiel bereits Tabellenführer, was den Sieg schlussendlich auch irgendwie logisch erfolgen ließ. Unmittelbar nach Abpfiff trat ich die restliche Heimreise an, wo auf die Pünktlichkeit der deutschen Bahn mal wieder Verlass war. Am Wochenende dürfte auch noch ein bisschen was gehen.

753. Groundhoppingbericht, 02.03.2022:

Niederrheinpokal; Achtelfinale

19:30 SSVg Velbert vs. MSV Duisburg 1:5

700 Zuschauer

Mittwoch musste improvisiert werden, da unser geplantes Spiel von Rot-Weiß Essen bei Rot-Weiß Ahlen ausfiel. Die alternativ Lösung lag mit dem Spiel vom SSVg Velbert gegen dem MSV Duisburg im Niederrheinpokal offensichtlich parat. Nachdem die Kartensituation in der Früh gecheckt wurde, entschieden wir uns für das Spiel und holten unsere Tickets beim örtlichen Sportgeschäft ab. Den Tag über verbrachten wir entspannt in Velbert, ehe es am Abend nach einem wunderbaren Abendessen beim China-Town Resteraunt zum Stadion ging. Dies erreichten wir knapp und konnten uns nur noch einen Stehplatz auf der Haupttribüne sichern.  Dort standen die Leute übrigens dicht an dicht gepresst und keiner hatte eine Maske auf, man frägt sich warum dann die Zuschauerzahl auf 750 begrenzt war. Coronairrsinn der hoffentlich bald ein Ende findet.

Siebenhundert Zuschauer waren vor Ort und trotz des Gästeverbots wurden bestimmt hundert Duisburger auswendig zu machen. Während der Anfangsviertelstunde wurden nicht nur von mir etwa 150 Ultras vom MSV hinter dem Zaun auswendig gemacht. Diese feuerten sporadisch ihre Mannschaft an. Nachdem das Ordnungsamt die Masse weder zum Verlassen des Stadiongelände bewegen konnte, da natürlich nicht genug Polizisten oder Ordner vor Ort waren, wurden diesen Fans sogar noch Einlass auf die Gegengerade gewährt, um die Lage kontrolliert zu beherrschen. Naja, Konsequenz ist alles. Mich hat es natürlich gefreut!

Velbert bot dem Duisburger in der ersten Halbzeit die Stirn, in der zweiten Halbzeit zog aber Duisburg völlig ungefährdet und mit einer allenfalls mittelprächtigen Leistung verdient in die nächste Runde des Niederrheinpokals ein. Der Abend wurde dann noch in der Pension mit dem ein oder anderen alkoholischen Getränk begossen, ehe sich morgen  schon wieder unsere Wege trennen.


752. Groundhoppingbericht, 01.03.2022:

Kreispokal; Kreis Niederrhein; Kreis Wuppertal-Niederberg, Achtelfinale

20:00 TSV Neviges Engizek Velbert vs. Türkgücü Velbert 2:3

350 Zuschauer

Was lange währt wird endlich gut. So zumindest mal könnte man den heutigen Tag bewerten. Im Jahr 2020 besser gesagt im März verabredeten sich mit Benny aus Erlangen, Matthias aus Chemnitz und Tiffy aus dem Fernen Aachen zu einem gemeinsamen Hoppertreffen in NRW. Dies musste aber mit dem Beginn der Corona-Pandemie leider ausfallen. Dank Corona und etlichen anderen Umständen fand dieses Treffen bis zum heutigen Tage nicht statt. Immerhin konnte ich mich an diesen Dienstag nach der geleisteten Arbeit für ein paar wenige Tage Richtung NRW verabschieden. Benny und Matthias mussten dem spontanen Treffen leider fern bleiben. So gewährte Tiffy mir eine Audienz in seinem Heimatbundesland. Bereits am heutigen Tag sollte mit dem SC Velbert gegen Wuppertal SV ein erstes Spiel auf  dem Programm stehen. Der Zeitrahmen war eng getaktet und beim Eintreffen am Sportplatz wurden wir von einem Zuschauerverbot überrascht. Dies wurde erst am Mittag auf der Homepage des SC Velbert veröffentlich… Bei uns beiden machte sich Brechreiz bemerkbar, weil wir auch wenige Minuten vorher erfahren mussten, dass das morgige geplante Spiel zwischen Ahlen und Essen Corona bedingt ausfallen muss. Nun gut, was willst du machen. Gott sei Dank waren im nahen Umkreis noch ein paar unterklassige Kreispokalspiele und bevor Tiffy noch schauen konnte hatte ich schon aus Zeitgründen ein Taxi geordert. In einer Blitzentscheidung entschieden wir uns für das Spiel vom TSV Neviges Engizek Velbert. Den Anpfiff bekamen wir sogar noch aus dem Taxi mit.

Mit immerhin drei Stehstufen kann der Kunstrasenplatz am Waldschlößchen für ein paar optische Reize sorgen. Die Kulisse war trotz 2G sehr beachtlich. Man bedenke es handelte sich um Kreisliga A und B. Dass beide Mannschaften türkisch und kurdische Wurzeln hatten erwähne ich noch am Rand.

Der Schiedsrichter hatte Gefallen an dem kurzweiligen Spiel und Türkgücü konnte in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit einen glücklichen 2:3 Sieg feiern. Nach diesem Tag fuhren wir beide wieder zurück in unsere Pension. Für  Morgen arbeiteten wir auch schon einer vernünftigen Lösung…


751. Groundhoppingbericht, 26.02.2022:

Landesliga Südwest, 22. Spieltag

14:00 SC Olching vs. SV Mering 4:2

100 Zuschauer

Das nächste Wochenende stand vor der Tür. Eigentlich war der Restrückrundenauftakt von der SpVgg SV Weiden zuhause geplant, dieses Spiel fiel aber Coronabedingt aus. Um die Zeit sich nicht mit Langweile tot zu schlagen, musste Ersatz her. In der Früh verdiente ich mir noch ein paar Euros extra, ehe es dann mit einer Mitfahrergelegenheit Richtung Oberbayern ging. Zwischen Fürstenfeldbruck und München war der Spielbesuch beim SC Olching in der Landesliga Südwest geplant. Ein paar Minuten nach Anpfiff waren wir am Amperstadion angekommen, ein Stau ließ uns den Anpfiff nicht rechtzeitig erreichen.

Mit immerhin ein paar Stehstufen und ein paar Sitzbänken, sowie einer Sprecherkanzel kann das Stadion immerhin ein wenig an Ausbau und Blickfang bieten. Für 2G waren immerhin noch hundert Zuschauer gekommen, vermutlich durften es sogar noch ein paar mehr gewesen sein.

Olching siegte trotz zweier Gegentore relativ souverän. Auf ein Spiel nach diesen Kick wurde wetterbedingt verzichtet. Für mich kein Drama, da nächste Woche es eher auf eine kleine Tour nach NRW geht.


750. Groundhoppingbericht, 24.02.2022:

Testspiel

19:30 TUSPO Heroldsberg vs. SV Simonshofen 6:2

kein Ticket

15 Zuschauer

Ja man kann schon sagen, dass das Jahr 2022 für mich in Sachen Hopppen ganz ordentlich anläuft. Mit dem heutigen Spiel machte ich bereits meinen zehnten Ground im noch jungen Jahr. Wenn man an das letzte Jahr zurück denkt, kann man schon fast von einen irrsinnigen Tempo reden. Mit Benny schaute ich heute mal bei der TUSPO Heroldsberg nahe Nürnberg vorbei. Der neue Kunstrasenplatz ermöglichte mir einen neuen Ground, vor Jahren machte ich mal im Sommer den A-Platz. 

Der Kunstrasenplatz ist durchaus ordentlich, allerdings so gut wie ohne Ausbau. 

Deutlich besser als das Niveau zunächst angenommen wurde uns hier ein ganz ordentlich Kick von den beiden Teams auf dem Platz präsentiert. Insgesamt konnten wir beide von einen netten Donnerstagausflug sprechen.


749. Groundhoppingbericht, 19.02.2022:

Bezirk Ostbayern; Bezirksoberliga Ost, 5. Spieltag

17:00 HC Weiden vs. SG Regensburg 18:19

kein Ticket

60 Zuschauer

Der Tag artete heute sogar noch in Stress aus. Während anfangs nur geplant war das Testspiel der SpVgg SV Weiden gegen Hof anzuschauen, ergaben sich noch mit einen Jugendspiel und diesen Frauen Handballspiel noch zwei weitere Spiele und Grounds an diesen Tag. Während der Zugfahrt machte ich noch das Spiel der Frauen vom HC Weiden in der Bezirksoberliga gegen die SG Regensburg auswendig. Vom Stadion am Wasserwerk musste ich nur einen Fußmarsch durch die Max-Reger Anlage hinlegen und dann stand ich nach fünfzehn Minuten vor der Realschule der Stadt Weiden. Dort tragen die Damen ihre Heimspiele in der dortigen Turnhalle aus.

Diese kann mit einer kleinen Tribüne einen Ausbau bieten. Ein paar Angehörige sorgten mit einer Trommel und ein paar Fangesänge für Stimmung in der Halle.

Während Regensburg im ersten Durchgang überlegen war, wurde es in der zweiten Halbzeit eine nochmals spannende Geschichte. Am Ende gewann Regensburg hauchzart, mit einen Tor Vorsprung. Für mich ging es nach drei Spiele in Weiden wieder völlig zufrieden nach Hause.


748. Groundhoppingbericht, 12.02.2022:

"Hauptsache das runde Leder rollt"

3. Spielt: Testspiel

17:00(B-Jugend)FC Olympia Moosach vs. ASV Dachau 2 flex 3:3

kein Ticket

10 Zuschauer

Beim letzten Spiel ließ ich Matthias die Entscheidung und dieser griff ganz tief in die Trickkiste. B-Jugend und die Gäste spielten sogar mit einer gemischten Mannschaft. Jungs und Mädchen. Jawohl, wenn schon dann nur höchste Qualität.

Bei diesen Spiel konnten wir aber immerhin den Hauptplatz vom FC Olympia Moosach machen, also immerhin etwas. Mit ein paar Bänken kann der Platz auch ein wenig an Ausbau bieten. Also alles in bester Ordnung. Das eigentliche Zuschauerverbot, was am Eingang geschrieben war, interessierte hier aber keine Sau. 

Ein ganz nett anzuschauendes Spiel wurde uns hier geboten. Die Gäste glichen erst mit dem Schlusspfiff aus. Den Tag und unser Treffen beendeten Matthias und ich mit einen wunderbaren Abendessen beim örtlichen Inder. Auf bald!


2. Spiel: 3. Liga, 26. Spieltag

14:00 FC Türkgücü München vs. SV Waldhof Mannheim 0:0


1000 Zuschauer

Zeitig kamen wir beide am Münchener Olympiastadion an. Auch wenn ich hier schon war, dieses Teil kann man immer mal wieder machen. Einfach atemberaubend und ein Ort der jedes Hopperherzen höher schlägen lässt.

Leider wurde um dieses Spiel das 2G+ recht streng kontrolliert, so war theoretisch auch das ganze Spiel im fast ausverkauften Olympliastadion Maskenpflicht...Ich könnt im Strahl kotzen. Nun gut, durch diesen Fakt war auch die Kuliesse schlechter als unter normalen Bedinungen. Dies galt nicht unbedingt für den Retortenklub von Türkgücü, sondern für die Gäste aus Mannheim. Cirka 400 Mannheim Fans waren vor Ort, der Support war eher sperrlich. Über Türkgücü kreist seit zwei Wochen der Pleitegeier, sodass der Abstieg aus der dritten Liga so gut wie sicher ist. Trostloser Rahmen... Aber das Stadion wie gesagt ist sensationell.

Mannheim war hoch überlegen, verschenkte aber einen eigentlich verdienten Sieg. So endete die Partie 0:0. Schade! Auf zum letzten Münchener Kick.


1. Spiel: Testspiel

11:30 SpVgg Feldmoching 2 vs. Vatanspor Freising 2:4

kein Ticket

5 Zuschauer

Keine Ruhe wurde mir am Samstag vergönnt. Mit Matthias(https://www.facebook.com/Fussballreisen)kündigte sich ein seltener Besuch aus dem fernen Sachsen an, da unserer Kontakt leider nur selten erfolgt, war ich um dieses Treffen sehr bemüht. Matthias wollte unbedingt das Münchener Olympiastadion kreuzen und obwohl ich dieses schicke Teil schon hatte, schloss ich mich der Tour zu 100% an. Auch im Münchener Raum fing der Testspielterror wieder an und so bastelten wir um das Heimspiel von Türkgücü München noch zwei weitere unbedeutene Testspiele. Erster Halt war Feldmoching. Die Anlage kann mit einem soliden A-Platz und ein paar Stehstufen durchaus überzeugen.

Gespielt wurde aber fast logischer Weise auf dem Nebenplatz. Dieser ist ein einfacher Kunstrasenplatz.

Spielerisch war es nicht immer hochklassig und hier und da beackerten sich beide Teams teilweise recht ruppig. Am Ende gewannen die Türken aus Freising verdient. Nun ging es für uns weiter zum Tageshighlight.


747. Groundhoppingbericht, 05.02.2022:

"Berlin-Doppler"

2. Spiel: Kreisliga B; Staffel 2, 17. Spieltag

17:00 SG Blau-Weiß Friedrichshain 2 vs. SFC Friedrichshain 2 3:1

kein Ticket

25 Zuschauer

Pünktlich kam ich beim nächsten Spiel im Berliner Stadtteil Friedrichshain an. Auf dem Kunstrasenplatz der Lobeckerstraße trug die SG Blau-Weiß Friedrichshain ihr Heimspiel gegen den Verein vom SFC Friedrichshain aus. In beiden Fällen waren es die Reservemannschaften. 

Der eine Kunstrasenplatz wo die Partie heute stattfand kann mit drei unüberdachten Sitzreihen einiges an Ausbau bieten. Die Sitzbänke gehen über die komplette Spielfeldlänge. Ansonsten ist die Anlage eher zweckmäßig gehalten. 

In einen ganz ordenltich an zu sehen Spiel gewann die Spielgemeinschaft die Partie verdient. Bei doch jetzt nicht mehr so angenehmen Temperaturen war ich froh das es jetzt wieder nach Hause ging. Am Hauptbahnhof konnte noch schnell eine kleine Stärkung eingenommen werden, ehe mein Zug mit einer Verspätung wieder ab der Heimat ging. 


1. Spiel: Regionalliga Nordost, 24. Spieltag

13:00 Berliner AK vs. Chemnitzer FC 1:2

913 Zuschauer

Ohne große Kosten und Mühen, war es mir an diesen Samstag seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder möglich, weiter in Deutschland weg zu fahren. Die deutsche Landeshauptstadt war heute das Ziel und immerhin sollten hier zwei Spiele gemacht werden. Im Gegensatz zu dem Rest von Deutschland laufen sogar in Berlin schon wieder die ganzen Amateurligen. Auswahl an Spiele hatte ich somit genug. Bereits in aller Herrgottsfrüh um kurz vor sechs fuhr der ICE von Nürnberg nach Berlin. Bereits um halb elf war ich dann angekommen, nach einen kurzen Crash-Kurs in Sachen Kultur ging es zum ersten Spiel. Das Poststadion vom Berliner AK liegt nur etwa zehn Gehminuten vom Berliner HBF entfernt. Angekommen bekam ich nach der Vorlage des Impfzertifikates problemlos ein Ticket ausgehändigt. Allerdings fing die Partie aufgrund eines Schiedsrichterausfalles 75 Minuten später an.

Das Poststadion ist eine traditionsreiche Spielstätte, in der linken Hintertorkurve lassen sich noch die ehemaligen Stehränge größenteils erahnen. Ansonsten gibt es eine in die Jahre gekommene Hauptribüne, eine unüberdachte Gegengerade mit grauen Sitzschalen und hinter dem rechten Tor eine teilweise Stehtribüne für die Gästefans. Ich finde dieses Stadion ganz in Ordnung.

Der Berliner AK ist ein Migrantenklub, der größte Teil der Spieler sind ausländisch, auch der überwiegende Teil der Zuschauer wurden eher der türkischen oder arabischen Nationallität zugeordnet. Aus Chemnitz kamen etwa dreißig Edelfans mit, ob es mehr gewesen wären, wäre nicht die 2G Regel gewesen, ist spekulativ.

Chemnitz fand in der ersten Halbzeit des Spiels, so gut wie gar nicht statt. Der Berliner AK war klar besser. Die Führung in der ersten Halbzeit war folgerichtig. Erst im zweiten Durchgang wurde Chemnitz besser und konnte das Spiel äußert glücklich noch drehen. Kaum war der Abpfiff erfolgt, ging es zügig weiter mit der Regionalbahn und U-Bahn zum nächsten Spiel.  


746. Groundhoppingbericht, 22.01.2022:

1. Bundesliga; Vorrunde; Gruppe B, 8. Spieltag

18:00 SV Weiden 1921 vs. Düsseldorfer SC 15:11

kein Ticket

70 Zuschauer

Eigentlich hätte ich am heutigen Samstag das erste Fussballspiel in diesen Jahr machen wollen. Die SpVgg SV Weiden begann ihre Vorbereitung auf die Rückrunde und heute hätte eigentlich das erste Testspiel gegen den ASV Cham auf dem neuen heimischen Kunstrasenplatz angestanden. In der Früh nach dem Aufstehen, musste ich aber erfahren, dass das Spiel ausfiel. Schade, aber mein Wille war heute groß etwas zu tun. Unter anderen machte ich ein Wasserballspiel in der ersten Bundesliga auswendig. Hier nutzte ich meine Vorkenntnisse, dass die Weidener Mannschaft ziemlich erfolgreich in dieser Sportart ist. Wie gesagt wurde ich auf dieses Spiel aufmerksam und weil ich eigentlich noch ein weiteres Ding an diesen Tag im Gepäck hatte fuhr ich dieses mal gretafreundlich mit dem Zug nach Weiden. Leider fiel das erst auswendig gemachte Volleyballspiel der Damen vom SV Altenstadt aus. So ging es mit einem Zeitpuffer nach Weiden. Nach einen halbstündigen Fußmarsch von Altenstadt nach Weiden stand ich vor der Weidener Thermenwelt. Gegen die Vorlage meines Impfzertifikates durfte ich die Schwimmhalle betreten, am Platz herrschte überaschender Weise keine Maskenpflicht mehr.

Bei diesen Spiel war die Zuschauerzahl auf 80 begrenzt worden. Das Spiel war vermutlich nicht ganz ausverkauft... Es herrschte eine recht gute Stimmung, die Weidener sorgten mit einer Trommel für ein wenig Stimmung. Insgesamt war die Atmosphäre recht herzlich.

Weidener konnte eine frühe Führung der Düsseldorfer relativ schnell zu ihren Gunsten umbiegen. Am Ende stand ein ganz wichtiger Sieg in den Kampf um den Klassenerhalt in der ersten Bundesliga zu Buche. 

Die Randsport Wasserball fand ich zugegeben recht interessant. Nicht auszuschließen, dass ich hier hin und wieder mal vorbei schaue, oder vielleicht mal wo anders dieser Sportart beiwohnen werde. Nach diesen besonderen Ausflug ging es wieder ab der Heimat. 

745. Groundhoppingbericht, 08.01.2022:

2. Liga Süd; 29. Spieltag

17:00 HC Stadion Cheb vs. HC Pribram 6:9

kein Ticket

262 Zuschauer

Gerade einmal drei Wochen befand ich mich im Winterschlaf und obwohl unsere Regierung schon wieder mehr Panik als nötig verbreitet, lief das neue 2022 schon wieder sehr zeitig in Sachen Hoppen an. Knapp drei Wochen nach meinen letzten Ground in Fulda, durfte ich heute mal wieder einer in den letzten Jahren in Vergessenheit geratenen Randsportart beiwohnen. Vor fast genau sieben Jahren war ich am 06.01.2015 das letzte Mal beim Eishockey. Damals besuchte ich den ERSC Amberg. Der heutige Samstag wurde genutzt um in Tschechien mein erstes Eishockeyspiel überhaupt anzuschauen. Als ich einmal frei in meinen näheren Hopperbekanntenkreis fragte, wer bei diesen Spiel dabei wäre, meldeten sich kurz darauf hin Punky und Netzer. Mit diesen beiden im Schlepptau begaben wir uns in das so geliebte Nachbarland. Nach ein paar Einkäufen erreichten wir ziemlich genau eine Viertelstunde vor dem Anpfiff die Eisarena. Eine lange Schlange bildete sich vor der Halle, dies lag aber nicht an irgendwelchen Corona-Maßnahmen, sondern daran, dass die Mädels an der Kasse sehr gemählich agierten. In der Halle war alles ohne Stress, keinerlei Masken, kein 2G oder sonstiges, einfach wieder das normale Leben. 

Die Halle in Cheb bietet Platz für rund 1600 Zuschauer. Diese hätten auf der einzigsten Tribüne in der Halle an der Eingangsseite der Eishalle Platz. Gut 250 Zuschauer waren anwesend, davon ein etwa dreißig Mann starker Stimmungsblock der Cheber.

Cheb hatte über weite Teile des Spiels überhaupt keinen Auftrag und die Gäste aus Pribram waren klar besser. Unter dem Spiel wurden mit Robert und Spucki aus Nürnberg noch zwei weitere bekannte Hopper auswendig gemacht. Beste Grüße. Als der Abpfiff ertönt war, fuhren wir wieder zurück in das Land, wo Corona noch unser Leben bestimmt. Zatim ahoj! 


Knappe vier Kilometer vom NK Udarnik zum zweiten Spiel. Zehn Minuten vor dem Anpfiff war ich am Stadion. Die ersten zwei Minuten verpasste ich dann aber, weil die Schlange vor der Kasse ewig lang war. Man hätte die Schlange auch schneller abfertigen können, hätte man nicht eine Kasse aufgemacht, sondern von den vier möglichen vielleicht zwei. Aber nun gut…

Eines der besseren Stadien in Kroatien ist das Stadion vom NK Varazdin. Eine große überdachte Haupttribüne, eine ebenso so große unüberdachte Gegengerade und eine kleine Tribüne hinter dem rechten Tor . Dies ist das Stadion vom NK Varazdin. Auf der der Gegengerade findet man dann noch auf den Sitzschalen den Vereinsnamen. Das Zuschauerinteresse war sehr ordentlich, was aber auch daran gelegen hat, dass Varazdin sehr wahrscheinlich vor der Rückkehr in die erste Liga steht.

Höchst souverän gewann Varazdin dieses Heimspiel gegen die Gäste vom NK Jarun. Dem Aufstieg steht so wohl nicht mehr viel im Wege. Morgen ist dann der letzte Tag der Tour gekommen. Was ich für Schandtaten am morgigen Sonntag treiben werde, ist noch nicht ganz klar. Auf jeden Fall soll das Ende nicht so dahin schludern. Bis morgen!